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Aufstieg in die Bezirksliga
1954-1957
Eine Zeit lang dienten die zwei Räume im Obergeschoss des Gebäudes dem damaligen Sektionsleiter Heinz Hoffmann als Wohnung. Hier wurde dann eine provisorische Kantine eingerichtet, die in gewissem Umfang einen Ausschank ermöglichte. Nach dem Abpfiff ging es in die Katakomben unter dem Vereinsheim. Umkleidemöglichkeiten gab es in kleinen, einfach eingerichteten Kellerräumen. Zum Waschen begaben sich die Kicker in den Gang davor.
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bis zum Ausbau der Vereinsgaststätte in der Kirchhainer Straße war der Gasthof „Zum Goldenen Hahn“ Stammlokal der Motorsportler und Durchführungsort der wöchentlichen Mannschaftssitzungen
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der Transport der Mannschaften zu den Auswärtsspielen übernahm anfangs ein LKW, der offen oder mit Plane genutzt werden konnte
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der sogenannte „Aufbau“ von der FIMAG, ein LKW mit aufmontiertem „Kasten“ inklusive Fenster, Tür und Einstiegsleiter, wurde bis in die achtziger Jahre hinein benutzt
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luxuriöser war dann schon ein Bus, der von Privatunternehmer Werner zur Verfügung gestellt wurde
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nach einem mageren 9. Platz 1953/54, holte die Motor-Elf eine Saison später mit 31 Punkten den Vizemeistertitel
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mit Zweitplazierter nahm man an einer Relegationsrunde gegen den Zweiten der Staffel Ost, BSG Einheit Spremberg, und den beiden letzten der Bezirksliga, BSG Fortschritt Guben und BSG Einheit Cottbus - ein Sieg und ein Unentschieden in den sechs Begegnungen reichten leider nicht zum Aufstieg
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die 2. Männermannschaft der BSG wurde mit 44:0 Punkten ungeschlagen Meister in der Bezirksklassen-Staffel der Reserveteams
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Motor-Ost III konnte in der 1. Kreisklasse hinter Chemie Schönborn auf den 2. Platz einkommen und ließ Aktivist Tröbitz, SG Bergheide, SG Lugau, Aktivist Lichterfeld, Lok Doberlug-Kirchhain, Aktivist Staupitz und Traktor Sonnewalde hinter sich
Zwischen August und Dezember 1955 gab es eine einfache Übergangsrunde mit nur 13 Spielen ohne Auf- und Absteiger. Für die nächsten Jahre kamen neue Bestimmungen. Die Saison sollte, angelehnt an das sowjetische Modell, von März bis November, in einem Kalenderjahr durchgeführt werden. 1956 wurden aus zwei Cottbuser „Vierzehner-Bezirksklassestaffeln“ drei „Zehner-Staffeln“ (Ost, Mitte und West). Die Motor-Gemeinschaft blieb in Staffel West.
- hauptamtlicher Trainer war zwischenzeitlich der Briesker Horst Franke, der für Aktivist Brieske Senftenberg in der Oberliga spielte und später auch zur Nationalelf der DDR berufen wurde
- neuer Chef wurde Walter Schmidt (Leisnig), der bis dahin den sächsischen Landesligisten Motor Döbeln betreute
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das Spielfeld der Einheit wurde von der „Schlacke-Schicht“ befreit und für einen Rasenplatz neu aufgefüllt, die anstehenden Punktspiele fanden zu dieser Zeit im Stadion an der Bürgerheide statt
Am Rand der Bürgerheide entstand eine moderne Sportanlage mit Rasenplatz, Zuschauertribüne und Umkleideräumen inklusive Sanitärtrakt. Das „Stadion des Friedens“ konnte von den ansässigen Vereinen genutzt werden und die Heimspiele der Motorelf fanden dann oft dort statt. Der Vorteil gegenüber der "Einheit" war neben dem Rasenplatz, die sehr guten Sanitäranlagen, wie Duschen und Toiletten.
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in der Übergangsrunde 1955 erspielte man sich den 5. Platz, mit nur 2 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter - der BSG Motor Elsterwerda/Biehla
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1956 konnte man sich am Ende auf den 4. Platz steigern

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die 2. Mannschaft wurde nach Abschaffen der Bezirksklassenrunde der Reservevertretungen in die 1. Kreisklasse eingeordnet
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die 3. Mannschaft musste dadurch als amtierender Vizemeister der 1. Kreisklasse eine Etage tiefer, in die Kreisklasse II
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1957 schaffte unsere Männer den langersehnten Aufstieg in die Bezirksliga - souverän mit 10 Punkte Vorsprung bei der damals aktuellen 2-Punkte-Regelung (Sieg 2:0-/Remis:1:1-/Niederlage 0:2-Punktwertung)
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einige interessante Freundschaftsspiele: z.B. 1957 gegen Union 06 (Westberlin) 1:7. gegen Dynamo Berlin (spätere BFC) 3:7 und 2:5 und ein 1:1 gegen die Oberligavertretung von Aktivist Brieske-Ost
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Heinz „Keite“ Hoffmann, der schon länger im KFA aktiv und später Vorsitzender des DTSB-Kreisvorstandes Finsterwalde war, ging zum BFA (Bezirksfachausschuss) nach Cottbus und wurde dort sogar Vorsitzender
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neuer Sektionsleiter wurde der gewissenhafte und im KFA (Kreisfachausschuss) aktive Sportfreund Erwin Schulz