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Planung und Bau des eigenen Vereinsheims
1933 - 1936
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Fußballlandesverbände durch den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen (DRL) aufgelöst, der DFB als „Fachamt Fußball“ diesem untergeordnet und 16 Gauligen geschaffen. Mit der territorialen Neuordnung gliederte man die Niederlausitz nun dem Gau III-Berlin/Brandenburg zu. Die Gauliga war die höchste Liga, mit Vereinen wie Hertha BSC, Tennis Borussia, Berliner SV 1892, Minerva 93 Berlin, BFC Victoria 89 und zeitweise CSC Friesen Cottbus oder später auch der SV Sturm Grube Marga (Brieske). Bezirksklasse hieß die zweithöchste Spielklasse. Die Niederlausitzer Vereine kamen in die, in zwei Gruppen unterteilte Bezirksklasse: Nord (Frankfurt/Oder) sowie Süd (Lausitz). Darunter kam dann die Kreisklasse.
Der politische Neuordnung Deutschlands fielen viele Vereine zum Opfer, wurden enteignet, aufgelöst und verboten. Andersdenkende Menschen entfernte man aus den übriggebliebenen Sportvereinen.
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1933 wurde „Parteigenosse“ Walter Mayer weiterhin mit der Leitung der Spielvereinigung beauftragt
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neue Mitglieder durften nach einer Wartezeit durch den „Vereinsführer“ aufgenommen werden
- 1933/34 - unsere Männer kamen in die Bezirksklasse Lausitz (Staffel Süd) - Gruppengegner: FC Alemannia Großräschen, VfB Senftenberg 1910, VfB Klettwitz 1913 und ebenso die favorisierten Teams aus Forst und Cottbus - unser Team konnte mit diesem Niveau nicht mithalten, hatte aber als Tabellenletzter - durch eine erneute Umstrukturierung - Glück und verblieben so in dieser Klasse
1934/35 kam die Eingliederung der Kreise Hoyerswerda und Weißwasser in den Gau III (Berlin/Brandenburg). Es folgte die Umbenennung der Bezirksklasse Lausitz - Gruppe Süd in Bezirksklasse Westlausitz
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in dieser Staffel belegten die Fußballer der 1. Mannschaft 1935 den 7. Platz, ohne Chance, um den Aufstieg mitzuspielen, aber auch nie in Abstiegsgefahr
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1935/36 hatte man sich im sicheren Mittelfeld der Bezirksklasse - nun in der Lausitz Staffel West - etabliert und erreichte Platz 6 von 11 Mannschaften.
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1936, im Jahr der Olympischen Spiele in Deutschland, übernahm - nach Wegzug von Walter Mayer - Marschollek die Vereinsleitung
- im Juni des gleichen Jahres feierte die ganze Stadt das 600-jährige Jubiläum Finsterwaldes, danach konzentrierten sich die Mitglieder der Spielvereinigung wieder auf die Baumaßnahmen auf dem Koswig-Sportplatz, in der Kirchhainer Straße
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nach jahrelanger Planung und der amtlichen Genehmigung, kam es nun zur Fertigstellung des eigenen Vereinsheims - ein Bau mit vorbildlichen Waschräumen für die Mannschaften und einer Grünanlage mit dazugehöriger Bewässerung
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die Kosten für die Beschaffung des Baumaterials übernahm großzügig, Dr. Max Koswig
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weitere Spenden kamen von Finsterwaldern und viele fleißige Helfer packten mit an - treibende Kräfte hierbei Kassierer Mitschke, Vereinsmitglieder O. Schmidt, P. Klaffer, R. Kirsten und Knöfel
- im Herbst 1936 waren während der Einweihungsfeier für das neue Vereinsheim viele Sportanhänger sowie Ehrengäste, wie Herr Kommerzienrat Dr. Max Koswig, Pg. Hoppe (Vertreter des Bürgermeisters), Kreisfachamtsleiter Noack und Kreissportwart Borch, sowie Herr Dr. Nigolski (Vertreter der Ortsgruppe des DRL) anwesend
- im Herbst 1936 traten ausgewählte Finsterwalder Kicker zu einem Spiel, auf dem Sportplatz an der Kirchhainer Straße, gegen den Gauligisten SV BEWAG Berlin zu Gunsten des Winterhilfswerkes (WHW) an
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für diese Vorzeigespiele konnten sogar erstklassige Teams verpflichtet werden, wie in den letzten Jahren Hertha BSC oder auch der Berliner FC Viktoria 89